Inhalt: Eismeldedienst
Eisgang als treibende Eisschollen oder als geschlossene Eisdecke führt zur erheblichen Behinderung der Schifffahrt. Das Eis beschädigt die Schiffskörper und die Ufersicherungen der Wasserstraßen. Die Bildung von Eis ist von verschiedenen Faktoren abhängig:- Dauer der Kälteperiode
- Strömung, frei fließendes Gewässer, Tide oder Binnengebiet, Kanal
- Chemische Zusammensetzung, z.B. Chloridgehalt
Während Kanäle relativ schnell zufrieren und die Schifffahrt auch mit Eisbrecher nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, ist Eisbildung auf der Unterweser relativ selten. Meist muss eine mehrwöchige strenge Frostperiode vorausgehen, damit eine Eisbildung auf der Unter-, aber auch auf den tidebeeinflussten Teil der Mittelweser entsteht. Zuletzt war 1986/87 eine erhebliche Eisbildung im Bereich der Weser zu verzeichnen.
![]() Eisgang an der Tiefer 1986/87 |
![]() Eisgang am alten Bremer Weserwehr 1986/87 |
|
| |
||
![]() Eisgang an der Eisenbahnbrücke Bremen - Oldenburg 1986/87 |
![]() Eisgang an der Eisenbahnbrücke Bremen - Oldenburg 1986/87 |
|
Für den Eismeldedienst gibt es an verschiedenen Orten der Mittel- und Unterweser sowie von Hunte und Lesum Meldestellen, von denen aus durch Mitarbeiter(innen) des WSA Bremen und anderer Verwaltungen die Eis- und Schifffahrtsverhältnisse jeden Tag um 7.00 Uhr beobachtet werden. Beginn und Ende der Beobachtungsperiode werden vom Sachgebiet Gewässerkunde festgelegt. Hier werden auch alle Meldungen gesammelt und an weitere Stellen übermittelt. Dies ist z. B. die Verkehrszentrale des WSA Bremen, die entsprechend den Eis- und Schifffahrtsverhältnissen den Eisbrechereinsatz koordiniert oder die Schifffahrtsstraße sperrt.



