| Binnenschiffe auf den Wasserstraßen im Revier des WSA Bremen
Das Binnenschiff besitzt Eigenschaften, die es zu einem bevorzugten Beförderungsmittel
im Massengüterverkehr machen. Es ist großräumig, hat ein
günstiges Verhältnis von Nutzlast zu toter Last, erfordert relativ
wenig Personal und braucht verhältnismäßig wenig Energie
für den Transport. Obwohl es sich im Verhältnis zu Bahn und LKW nur
auf einem kleinen Verkehrsnetz bewegen kann, ist es ein bedeutsamer Transportträger,
weil mit Binnenschiffen in der Bundesrepublik Deutschland die Mehrzahl der
Großstädte und eine Vielzahl von Werken der Schwerindustrie angefahren
werden können. Moderne Binnenschifffahrt auf dafür ausgebauten
Wasserstraßen zeichnet sich jedoch nicht nur durch größere
Schiffsgefäße aus; von besonderer Bedeutung ist die bessere Auslastung
der Fahrzeuge.
Die Binnenschifffahrt ist ein sicherer Verkehrsträger. Obwohl ihre
Verkehrsleistung (1998: 64,3 Mrd. tkm) in den letzten Jahren insgesamt leicht
zunahm, sank die Zahl der Verkehrsunfälle in dieser Zeit.
Der Anteil der Binnenschifffahrt an den gesamten Fernverkehrsleistungen
der binnenländischen Verkehrsträger (Binnenschifffahrt, Eisenbahnen,
Straßengüterfernverkehr) in der Bundesrepublik Deutschland liegt
bei rund 20 % (bei deutlich geringerem Anteil in den östlichen Bundesländern).
Von der gesamten Beförderungsmenge im Binnenschiffsgüterverkehr
entfallen rund 70 % auf Massengüter wie Baustoffe, Erze, Schrott, Mineralöl,
Kohle, Düngemittel, Getreide, Eisen- und Stahlhalbzeug sowie Holz.
Für den Containerverkehr und Ro-Ro-Verkehr gewinnt die Binnenschifffahrt
zunehmend an Bedeutung.
Über die im Amtsbereich des WSA Bremen liegenden Wasserstraßen Unterweser,
Mittelweser, Hunte sowie Küstenkanal hat die Binnenschifffahrt die Möglichkeit
über das westdeutsche Kanalnetz zum Rhein (ARA-Häfen) oder zur Elbe
zu gelangen.
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