Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen

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Inhalt: Ausbauten der Unterweser


5 m-Ausbau1887 - 1895
7 m-Ausbau1913 - 1916
erweiterter 7 m-Ausbau1921 - 1924
8 m -Ausbau1925 - 1929
8,70 m Ausbau1953 - 1958
9 m-Ausbau1973 - 1979

Durch den Ausbau der Unterweser in den Jahren 1953 - 1958 wurde erreicht, dass Schiffe mit 8,70 m Tiefgang unter Ausnutzung des Tidehochwassers die Häfen in Bremen-Stadt voll abgeladen erreichen oder verlassen konnten. Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Unterweserhäfen im Hinblick auf die Entwicklung in der Seeschifffahrt zu größeren Schiffstiefgängen und Schiffsgrößen musste die Weser durch den 9-m-Ausbau den veränderten Bedingungen angepasst werden.

Als Bemessungsgrundlage wurde wiederum das Regelfrachtschiff im Weltverkehr gewählt. Danach sollen Schiffe

- mit 10,5 m Tiefgang (30 000 bis 40 000 tdw) Bremen,
- mit 11,0 m Tiefgang (35 000 bis 45 000 tdw) Brake und
- mit 12,5 m Tiefgang (60 000 bis 70 000 tdw) Nordenham

anlaufen können.

Längsschnitt Weser
Längsschnitt der Unterweser infolge der Ausbauten

Im Rahmen des Ausbaus wurde die Fahrrinne der Unterweser zwischen Bremen und Nordenham um rd. 1 m bis 1,80 m vertieft und von 100/150 m auf 150/200 m verbreitert. Um den Schiffen, die nach dem Vertiefen des Fahrwassers die Häfen Brake und Nordenham anlaufen, eine Wendemöglichkeit zu geben, wurden bei Nordenham, Brake und Vegesack Schiffswendeplätze angelegt. Das anfallende Baggergut wurde für die Sicherung von Strombauwerken und Uferstrecken verwendet, teilweise wurde es auch für Industrie- und Hafenflächen auf Spülfelder aufgebracht oder verklappt.

An einigen Stellen musste die Uferlinie verlegt und mit einem Deckwerk oder mit Fußspundwänden gesichert werden. Um der stärkeren Versandung und Aufschlickung des vertieften Fahrwassers entgegenzuwirken, wurden auf einigen Stromabschnitten 35 bestehende Buhnen verstärkt sowie 55 Buhnen neu errichtet. Gleichzeitig wurden die Schifffahrtszeichen den veränderten Ausbaubedingungen angepasst. Die Radarkette Weser wurde um den Abschnitt Bremerhaven-Huntemündung-Bremen erweitert.