Inhalt: Bauhof Brake
Die Gründung des Bauhofs Brake erfolgte im Jahr 1886 im Zuge der Korrektion der Unterweser durch Ludwig Franzius. Mit beginnender Weservertiefung wurde es für den Bremer Staat erforderlich, eine eigene Reparaturwerkstatt vorzuhalten. Die heutige Oldenburgische Landesbank verpachtete im Jahre 1886 Bremen die in Konkurs gegangene Werft des Schiffbaumeisters Rogge in Brake-Fünfhausen. Dies ist das Gründungsjahr des Bauhofs Brake. Mit Kaufvertrag vom 10.07.1888 ging die Werft in das Eigentum des Bremischen Staates über. Mit Übergang der Wasserstraßen auf das Reich ging auch der Bauhof, damals noch Staatswerft genannt, auf das Reich und später auf den Bund über.
Aufgrund der mannigfaltigen technischen Ausrüstung der Anlagen sind besondere Kenntnisse an Wartung und Pflege erforderlich. Diese Pflege ist unabdingbar für einen störungsfreien und sicheren Betrieb. Der Bauhof Brake nimmt diese Aufgaben für das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen wahr.
- Unterhaltung der Wasserfahrzeuge
- Unterhaltung der maschinellen Anlagen in Schleusen, Wehren und Brücken
- Wartung und Instandsetzung der Seezeichen, insbesondere der Tonnen auf der Unterweser
![]() |
Im Uferbereich stehen hinter einer Hochwasserschutzwand 880 m² Arbeitsfläche im Freien zur Verfügung. Diese Fläche wird insbesondere für die Wartung und Reparatur der WSV-eigenen Wasserfahrzeuge genutzt. Mobile Arbeitszelte ermöglichen witterungsunabhängiges Arbeiten. Außerhalb der Hochwasserschutzwand befinden sich neben den Verkehrswegen weitere Arbeitsflächen mit rd. 1100 m² Fläche. Diese werden auch als Stellflächen für Seezeichen, Arbeitscontainer, usw. genutzt. Zusammen mit der 110 m langen Kaianlage verfügt der Bauhof hier über eine moderne Infrastruktur. Der Kaianlage ist eine Pier- und Pontonanlage vorgelagert. Diese erlaubt eine Belastung mit 30 t schweren Fahrzeugen. Mit der Slipanlage (schräge Ebene zum Herausziehen von Schiffen) können Schiffe bis 30 m Länge und 200 t Eigengewicht aus dem Wasser gezogen und somit im Trockenen gewartet werden. In den Werkstätten des Bauhofs sind Facharbeiterinnen/Facharbeiter der unterschiedlichsten Berufe und Fachrichtungen (Schlosser, Elektriker, Tischler, Maler u.a.) tätig. Es stehen spezielle Werkzeuge und Einrichtungen für die Aufgaben an den Wasserfahrzeugen, den Seezeichen und den sonstigen maschinenbaulichen Ausrüstungen der Anlagen zur Verfügung. Es sind sehr gute Fachkenntnisse in der mechanischen Bearbeitung von Bauteilen, Motoreninstandsetzung, Schiffsantriebsanlagen, Hydropneumatik im Metallbau mit speziellen Schweißkenntnissen in der Seezeichenmechanik sowie in der Holz- und Oberflächentechnik vorhanden.
![]() |

